Deutscher Verband für Angewandte Geographie e.V.

Münsterland

Das Region­al­fo­rum Münster(land) möchte Geo­graphin­nen und Geo­graphen im Beruf (Wis­senschaft und Prax­is) sowie Studierende miteinan­der ver­net­zen. Hier­für bieten die Stammtis­che in wech­sel­nden Kneipen eine gute Möglichkeit!

Konkrete Ver­anstal­tun­gen zu Berufs­feldern der Geo­gra­phie wer­den in Koop­er­a­tion mit dem Insti­tut für Geo­gra­phie der West­fälis­chen Wil­helms-Uni­ver­sität ange­boten.

Daneben wollen wir gemein­sam unseren räum­lichen und fach­lichen Hor­i­zont erweit­ern und begeben uns deshalb ein­mal im Jahr auf eine „große Exkur­sion“ im Raum Mün­ster­land. Kleinere Feier­aben­dexkur­sio­nen vor einem Stammtisch brin­gen uns die Stadt Mün­ster aus unter­schiedlichen Per­spek­tiv­en näher.

Das Forum lebt vom Engage­ment der Teil­nehmer: Für Vorschläge zu Ver­anstal­tungs­for­mat­en oder The­men sind wir als Sprecherteam offen!

Sprecherin­nen des Forums sind Jana Wer­ring und Bir­git Schulze Roberg [Kon­tak­t­dat­en s.u.].


Stammtisch:

Der DVAG-Stammtisch Mün­ster­land find­et zwei Mal pro Semester/Halbjahr an einem Mittwochabend in wech­sel­nden Lokalitäten statt. Die genauen Ter­mine und Orte wer­den rechtzeit­ig per E-Mail-Verteil­er bekan­nt gegeben oder sind bei den Forumssprecherin­nen Jana Wer­ring und Bir­git Schulze Roberg zu erfra­gen.


Ver­anstal­tun­gen

Aktuelle Ter­mine wer­den im Tagungs- und Weit­er­bil­dung­spro­gramm des DVAG und per Mail [zur Ein­tra­gung in den Region­alverteil­er bitte an die Geschäftsstelle wen­den] bekan­nt gegeben.


Chronolo­gie:

2017: Exkur­sion „Water­front 2.0 – Aktuelle Entwick­lun­gen an der Süd­seite des Stadthafens I in
Mün­ster“
Vis à vis des seit den 1990er Jahren etablierten Kreativkais mit seinem Nutzungsmix aus Kreativwirtschaft, Dien­stleis­tun­gen und Gas­tronomie sowie Erhol­ungsnutzun­gen haben wir die Süd­seite des Mün­ster­an­er Stadthafen I erkun­det. Mit dem Architek­ten Andreas Heupel wurde über die architek­tonisch-städte­bauliche Konzep­tion der Hafen­be­bau­ung – aufgezeigt z.B. an der Debat­te über nicht denkmalgeschützte, aber den­noch erhal­tenswerte hafen­typ­is­che Gebäude – , die Akteurs- und Inter­essen­vielfalt sowie den Pla­nung­sprozess vom Hafen­fo­rum bis zur Bebau­ungs­planauf­stel­lung disku­tiert. Die Besich­ti­gung des Holz-Hybrid- Gebäudes „H7“ – u.a. Sitz des Büros Andreas Heupel Architek­ten BDA und der Konz­ernzen­trale der Super­Bio­Markt AG – zeigte eine mögliche ökol­o­gisch-nach­haltige Bauweise und eröffnete uns einen unge­wohn­ten Blick aus den oberen Eta­gen auf die Hafen­sil­hou­ette. Nach dem Mot­to „Wie kom­men die Löch­er in den Käse?“ haben die 21 Geo­graphIn­nen im Anschluss den Aus­führun­gen in der Hafenkäserei Söbbeke gelauscht. Das seit 2015 am Mit­tel­hafen ansäs­sige, auf regionale und biol­o­gis­che Pro­duk­te spezial­isierte Unternehmen ist Teil eines (geplanten) Bio- Clus­ters auf der Hafen­süd­seite. Die Schaukäserei ste­ht stel­lvertre­tend für den Wan­del dieses – immer noch als solch­es im Flächen­nutzungs­plan aus­gewiese­nen – Gewer­bege­bi­etes zwis­chen (gläsern­er) Pro­duk­tion und urbanem Freizeitraum.

Fotos: Wer­ring 2017

 


 

2017: Exkur­sion „Stadt.Raum.Kunst“ – Die Skulp­tur Pro­jek­te 2017 in Mün­ster

Die Skulp­tur Pro­jek­te lock­en in diesem Som­mer — wie alle zehn Jahre — wieder Kun­stin­ter­essierte aus nah und fern in die „Prov­inzs­tadt Mün­ster“. Das DVAG-Region­al­fo­rum Mün­ster kon­nte den kura­torischen Assis­ten­ten Jan Bock­holt für eine geo­graphisch-ori­en­tierte Führung “Stadt.Raum.Kunst” per Leeze gewin­nen.

An ver­schiede­nen Skulp­tur­stan­dorten im Stadt­ge­bi­et erfuhren die Teil­nehmer Hin­ter­gründe zu den Her­aus­forderun­gen, die Pro­jek­te unter Berück­sich­ti­gung der rechtlichen Rah­menbe­din­gun­gen (wie z.B. Denkmalschutz, Bauord­nung) und der Vorstel­lun­gen der Kün­stler im zumeist öffentlichen Raum zu instal­lieren. Die Wege von der ersten Idee bis zur Skulp­tur sind dabei so vielfältig, wie die ins­ge­samt 35 Pro­jek­te: So haben beispiel­sweise zwei Kün­st­lerin­nen ihren Pro­jek­t­stan­dort bei ein­er Turmbestei­gung der Lam­ber­tikirche ent­deckt und die Prinzi­pal­markt-typ­is­chen gotis­chen Schaugiebel in ihr Pro­jekt inte­gri­ert, welch­es let­z­tendlich für den Ausstel­lungzeitraum auf der Fläche von rund 40 angemieteten Park­plätzen ste­ht.

Im gemein­samen Dia­log wurde auch deut­lich, dass Kun­st immer wieder ver­sucht, die Stad­ten­twick­lung­s­ten­den­zen zu hin­ter­fra­gen und (indi­rekt) zu bee­in­flussen. Bei der Diskus­sion um Akteure (u.a. Kura­to­ri­um, Stadt­mar­ket­ing, Stadtver­wal­tung, touris­tis­che Dien­stleis­ter) wurde das Span­nungs­feld dieser Großver­anstal­tung zwis­chen Even­tisierung und Hoch-Kul­tur deut­lich.

Einige Pro­jek­te wer­den nach dem Ausstel­lungszeitraum angekauft und dauer­haft im Stadt­ge­bi­et ver­ankert – und damit geht die Diskus­sion um öffentliche Räume und Kun­st bis zur näch­sten Skulp­tur Pro­jek­te 2027 weit­er…  [Mehr Infos unter http://www.skulptur-projekte.de.]

Fotos: Wer­ring 2017


 

2017: Exkur­sion zur Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) in Mün­ster-Hiltrup

Tief beein­druckt von den wan­del­nden Auf­gaben und dem Han­deln der Polizei seit dem Kaiser­re­ich zeigten sich die Teil­nehmer der Exkur­sion – organ­isiert von der Arbeits­ge­mein­schaft Ange­wandte Geo­gra­phie Mün­ster e.V. (AAG) in Koop­er­a­tion mit dem DVAG-Region­al­fo­rum Mün­ster — bei der Führung von Frau Kock durch die Ausstel­lung der Polizeigeschichte auf dem Gelände der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) in Mün­ster-Hiltrup.

Frau Dr. Mechthild Hauff, Lei­t­erin der Stab­sstelle Hochschul- und Qual­ität­sen­twick­lung, erläuterte anschließend den lan­gen Weg bis zur Auf­nahme der DHPol ins nor­drhein-west­fälis­che Hochschulge­setz im Dezem­ber 2016, wom­it der Sta­tus der DHPol als staatliche Hochschule ein­deutig doku­men­tiert ist. Damit hat sich die Hochschul­land­schaft in Mün­ster um eine weit­ere anerkan­nte uni­ver­sitäre Spezial­hochschule erweit­ert. Heute wer­den die Führungskräfte der Polizei des Bun­des und der Län­der hier aus- und fort­ge­bildet — begleit­et von wis­senschaftlichen Forschun­gen zu polizeilichen Fra­gen in Deutsch­land.

Unser Gast­ge­ber, Dipl.-Geograph Patrick Sturtz-Klose, überzeugte uns, dass seine Arbeit als Beauf­tragter für Qual­itätssicherung für einen Geo­graphen gar nicht so exo­tisch ist, wie vielle­icht zuvor angenom­men. Eval­u­a­tio­nen mit geeignete Meth­o­d­en ein- und durchzuführen, überzeu­gend zu präsen­tieren und zu mod­erieren, einge­fahrene Struk­turen durch Quer­denken und Ver­net­zung weit­erzuen­twick­eln – das alles sind Fähigkeit­en, die Geo­graphen im Arbeits­markt ausze­ich­nen und auch im Berufs­feld des Hochschul­man­age­ments gefragt sind.

Zum Abschluss präsen­tierte Patrick Sturtz-Klose bei einem Rundgang über den Hochschul­cam­pus mit seinen geschicht­strächti­gen Gebäu­den und den funk­tionalen Baut­en der 1960er bis 80er-Jahre einige der Skulp­turen und Plas­tiken, die die deutsche Geschichte nicht in Vergessen­heit brin­gen lassen.

Fotos: Schulze Roberg 2017 (oben), DHPol 2017 (unten)


 

2016: Infra­struk­tur-Großpro­jekt in Mün­ster — Aus­bau der „Stadt­strecke“ des Dort­mund-Ems-Kanals

Im Bau­con­tain­er neben der Großbaustelle der Kanal­brücke Schiller­straße in Mün­ster trafen sich knapp 20 Geo­graphen, um sich über die verkehr­swirtschaftliche Bedeu­tung, den Pla­nung­sprozess und die stadträum­lichen Kon­se­quen­zen des Aus­baus des Dort­mund-Ems-Kanals auf der Stadt­strecke Mün­ster zu informieren.

Seit drei Jahren sind Bauar­beit­en am Kanal sicht­bar, die Pla­nun­gen reichen über 14 Jahre zurück. Was konkret hin­ter den Bauzäunen vor sich geht, erk­lärte Heinz-Jakob Thyßen, Sach­bere­ich­sleit­er „Aus­bau Dort­mund-Ems-Kanal“ im Wasser­straßen- und Schiff­fahrt­samt Rheine. Die wichtige verkehr­swirtschaftliche Verbindungsstrecke zwis­chen Rhein und Mit­tel­land­kanal wurde in der Ver­gan­gen­heit sukzes­sive aus­ge­baut, um der tech­nis­chen Weit­er­en­twick­lung der Bin­nen­schiff­fahrt Rech­nung zu tra­gen und somit für größere Ladungsträger schiff­bar zu machen. Als let­ztes bis dato nicht aus­ge­bautes Nadelöhr wird der Aus­bau der Stadt­strecke Mün­ster vorgenom­men.

Da der Kanal für die mün­ster­an­er Bürg­er eine große Bedeu­tung für die Freizeit­gestal­tung hat und zugle­ich durch dicht besiedelte Stadträume führt, wurde und wird die Beteili­gung im Pla­nung­sprozess und die Kom­mu­nika­tion mit den Anliegern regelmäßig gesucht.

Beson­dere bautech­nis­che Her­aus­forderung auf der Stadt­strecke Mün­ster ist die unmit­tel­bare räum­liche Nähe zwis­chen Stadthafen-Dük­er und der Schiller­straßen-Brücke. Anhand ein­er 3D-Grafik erk­lärte Herr Thyßen anschaulich, welche Bau­maß­nah­men unter der Erdober­fläche durchge­führt wer­den.

Zum Abschluss der Exkur­sion besichtigte die Gruppe, die Schiller­straßen-Brücke, die bere­its am Kanal gelagert ist, bevor sie im Herb­st „eingeschwom­men“ und auf die Wider­lager mon­tiert wird. Bis der gesamte, 4,2 km lange Abschnitt der Stadt­strecke fer­tig gestellt sein wird, kön­nen wir wohl noch eine Exkur­sion zu diesem Großpro­jekt pla­nen…

Fotos: Wer­ring 2016


 

2016: Exkur­sion in die „Kli­makom­mune Saer­beck“

An einem außergewöhn­lichen Vor­trag­sort im Fuße eines Win­drades hat Thomas Möller vom Amt für Kli­maschutz und Nach­haltigkeit des Kreis­es Ste­in­furt die Ver­anstal­tung eröffnet. Im Fokus stand der Zusam­men­hang der lokalen Energiewende und der regionalen Wertschöp­fung und Wirtschafts­förderung.

Im Anschluss wurde das Gelände des Bioen­ergieparks – ein ehe­ma­liger Muni­tions­de­pot­stan­dort – in seinen beein­druck­enden Dimen­sio­nen zwis­chen Wind­kraft- und Pho­to­voltaikan­la­gen, Kom­post­werk und Bio­gasan­lage unter fachkundi­ger Führung des Fördervere­ins Kli­makom­mune e.V. erkun­det. Der näch­ste Stan­dort im Zen­trum von Saer­beck (gläserne Heizzen­trale und Energielehrp­fad) zeigte, welche wichtige Rolle Öffentlichkeit­sar­beit und Beteili­gung im Prozess spie­len.

Fotos: Wer­ring 2016


 

2015: Exkur­sion zur Stadthafen-Süd­seite

Geo­graphin, Stadt­führerin und DVAG-Mit­glied Annette Gier­hake hat uns im Rah­men ein­er Feier­abend-Exkur­sion die neuesten Entwick­lun­gen an Mün­sters Stadthafen I — auf der Süd­seite, gegenüber des so genan­nten Kreativkais — vorgestellt.

Im geo­graphis­chen “Run­dum­schlag” ging es um die Geschichte des Are­als, Neu- und Alt­baut­en, architek­tonis­che Beson­der­heit­en, Akteurs­beziehun­genStadt­pla­nung und -Entwick­lung. Aktuelle Entwürfe der Pro­jek­te Hafen­tor und E-Cen­ter wur­den beim anschließen­den Stammtisch weit­er disku­tiert — es bleibt span­nend!

Fotos: Wer­ring 2015


 

2015: Geo-Caching durch das Kreuzvier­tel

Fünf Jahre sind seit der let­zten Geo-Caching-Tour des Forums Mün­ster ver­gan­gen — ein guter Grund, sich mal wieder auf die Suche zu machen. Eine neu konzip­ierte Route führte eine kleine Gruppe von Geo­graphen zu unbekan­nten Orten und bekan­nten Orten mit unbekan­nten Details im mün­ster­an­er Kreuzvier­tel.

Nach­dem alle fünf Sta­tio­nen gefun­den waren, musste nur noch der näch­ste Bier­garten (das ging dann auch ohne GPS) für das Beloh­nungs­getränk anges­teuert wer­den.

Fotos: Wer­ring 2015


 

2015: „Aufer­standen aus Ruinen“ – Exkur­sion in das neue Stadtquarti­er Enschede-Roombeek

Das Quarti­er Roombeek in Enschede (NL) war am 03.07.2015 Ziel der DVAG Exkur­sion in Koop­er­a­tion mit der Arbeits­ge­mein­schaft Ange­wandte Geo­gra­phie Mün­ster e.V. Vor Ort haben uns u.a. Ger­ard Salemink, Lec­tur­er für Inno­v­a­tive Tech­nolo­gien im Bau an der Sax­ion Hochschule in Enschede, und der am Wieder­auf­bau beteiligte Experte Jan Klein bei tro­pis­chen Tem­per­a­turen anschaulich an Beson­der­heit­en des Pla­nungs- und Par­tizipa­tion­sprozess, der städte­baulichen Grun­didee und anderen Anek­doten teil­haben lassen.

Durch die Explo­sion ein­er Feuer­w­erks­fab­rik im Jahr 2000 wur­den 42 ha des 62 ha großen Stadtquartiers Roombeek zer­stört und 650 Woh­nun­gen sowie über 100 Betriebe ver­nichtet. Für das ohne­hin struk­turschwache Gebi­et lagen bere­its vor dem Unglück Umbau­pläne vor – diese wur­den jedoch im Rah­men eines umfassenden Par­tizipa­tion­sprozess­es durch einen neuen Mas­ter-Plan für das Wieder­auf­bauge­bi­et erset­zt, zu dessen zen­tralen Zie­len der kreative Umgang mit Bestands­baut­en, mul­ti­funk­tionale Durch­mis­chung und Imple­men­tierung öffentlich­er Räume zählten.

Heute stellt das Gebi­et mit dem offen gelegten Wasser­lauf Roombeek und dem „Cul­tu­ur­clus­ter“ ein städte­baulich attrak­tives, mis­chgenutztes Stadtquarti­er dar.

Fotos: Gottwald 2015 (oben), Wer­ring 2015 (unten)


2014: Bahn­hof und Bahn­hofsvier­tel im Umbruch


2013: Freizeit­gestal­tung und Land­schaft­s­pla­nung am mün­ster­an­er Aasee


2012: Logis­tik­stan­dort Rheine


2010: Geo(graphen)caching II – Die Suche geht weit­er


2010: Im Nor­den was Neues II – Kon­ver­sion­spro­jekt Spe­ich­er­stadt Mün­ster: vom „Kom­miss-Brotko­rb“ zum Dien­stleis­tungs­stan­dort


2009: Stan­dort­fak­tor Wei­h­nacht­en — Wei­h­nachtsmärk­te in Mün­ster


2009: “Hotspot” der Stad­ten­twick­lung: Das Bahn­hofsvier­tel Mün­ster


2009: Das Konz­ert The­ater Coes­feld. Kul­tur und pri­vates Engage­ment — Vor­bilder für eine zukun­fts­fähige Stadt- und Regiona­len­twick­lung?


2009: Geo(graphen)caching -Schnitzel­jagd war gestern


2009: In der Mün­ster­an­er City geht’s zukün­ftig rund!


2008: „Ter­ra Incog­ni­ta” Soziale Stadt Mün­ster Kinder­haus


2008: „Im Nor­den was Neues” — Kon­ver­sion­spro­jek­te Lin­coln, Prins Claus & Ger­ma­nia Cam­pus in Mün­ster


Kon­takt:

Mail: muenster@geographie-dvag.de

Jana Wer­ring
M.Sc. Human­geo­gra­phie

Bir­git Schulze Roberg
Dipl.-Geogr.