Deutscher Verband für Angewandte Geographie e.V.

Ländliche Räume im deutschsprachigen Raum: Abgehängt oder im Aufwind? DVAG-Mittagsdiskussion im Rahmen der #GeoWoche2021

Kar­te nicht verfügbar

Datum/Zeit
Date(s) — 6. Okto­ber 2021
13:00 — 14:00

Kate­go­rien


Im Rah­men der #Geo­Wo­che bie­tet der DVAG jeden Mit­tag eine Online-Dis­kus­si­on zu einem aktu­el­len The­ma an. Die DVAG-Mit­tags­dis­kus­si­on am Mitt­woch, 6.10., befasst sich mit den aktu­el­len Ent­wick­lun­gen und Her­aus­for­de­run­gen in länd­li­chen Räu­men. Nach einer kur­zen Ein­füh­rung folgt die Podi­ums­dis­kus­si­on mit Akteur*innen aus Wis­sen­schaft, Poli­tik­be­ra­tung und Praxis.

Die Wahr­neh­mung länd­li­cher Räu­me wird häu­fig durch eine son­der­ba­re Dicho­to­mie bestimmt: Oft gel­ten sie pau­schal als struk­tur­schwach, unter­ent­wi­ckelt und abge­hängt, wer­den gar als „Rest­grö­ße“ der Raum­ent­wick­lung bezeich­net. Zugleich unter­lie­gen sie aber häu­fig einer Idea­li­sie­rung. Mit länd­li­chen Räu­men wird das idyl­li­sche Bild einer ver­meint­lich hei­len Welt asso­zi­iert. Bei­de Zuschrei­bun­gen ent­spre­chen kaum der Rea­li­tät, sind jedoch sym­pto­ma­tisch für die Defi­zi­te in der Aus­ein­an­der­set­zung mit Fra­gen der länd­li­chen Ent­wick­lung. Tat­säch­lich voll­zie­hen sich gegen­wär­tig in vie­len länd­li­chen Räu­men tief­grei­fen­de Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se, die in Deutsch­land und dar­über hin­aus der­zeit eine wach­sen­de Auf­merk­sam­keit in Poli­tik, Medi­en und Fach­wis­sen­schaf­ten erfah­ren – nicht zuletzt mit Blick auf das Erfor­der­nis gleich­wer­ti­ger Lebens­ver­hält­nis­se in allen Lan­des­tei­len. So bestehen bei­spiels­wei­se deut­li­che Unter­schie­de hin­sicht­lich der sozio­öko­no­mi­schen Lage, der infra­struk­tu­rel­len Aus­stat­tung und Erreich­bar­keit, der öko­lo­gi­schen Bedeu­tung oder auch der spe­zi­fi­schen Lebens­sti­le. Dies führt zu einer außer­or­dent­li­chen Viel­falt und Hete­ro­ge­ni­tät länd­li­cher Räu­me. Ihre Ent­wick­lungs­pfa­de bewe­gen sich somit eher zwi­schen Pro­spe­ri­tät und Peri­phe­ri­sie­rung. In einer Podi­ums­dis­kus­si­on mit Akteur*innen aus Wis­sen­schaft, Poli­tik­be­ra­tung und Pra­xis möch­ten wir aktu­el­le Ent­wick­lun­gen und Her­aus­for­de­run­gen in länd­li­chen Räu­men dis­ku­tie­ren. Hier­zu zäh­len beispielweise:

  • Wel­chen gesell­schafts­po­li­ti­schen Stel­len­wert haben länd­li­che Räu­me für Gegen­wart und Zukunft in Deutschland?
  • Wel­che Ent­wick­lun­gen und Her­aus­for­de­run­gen las­sen sich für die ver­schie­de­nen Typen länd­li­cher Räu­me identifizieren?
  • Wel­che Instru­men­te gibt es zum Abbau regio­na­ler Dis­pa­ri­tä­ten bzw. zur Ver­bes­se­rung und Stär­kung länd­li­cher Räu­me und wel­che Wirk­sam­keit erzie­len diese?
  • Wel­che neu­en Auf­ga­ben und Her­aus­for­de­run­gen stel­len sich für eine Poli­tik für den länd­li­chen Raum?
  • Wel­che Zukunfts­sze­na­ri­en las­sen sich ableiten?

Auf dem Podi­um möch­ten wir dis­ku­tie­ren mit:

Prof. Dr. Ingo Mose (Spre­cher AK Länd­li­che Räu­me in der DGfG), Dr. Ste­fa­nie Arens (Süd­west­fa­len Agen­tur und Regio­na­le 2025 in Süd­west­fa­len), Prof. Dr. Rai­ner Dani­el­zyk (Bei­rat für Raum­ent­wick­lung beim BMI), Prof. Dr. Mar­tin Hein­tel (Spre­cher des öster­rei­chi­schen Ver­ban­des für Ange­wand­te Geo­gra­phie und länd­li­cher Raum­for­scher), Prof. Dr. Mat­thi­as Nau­mann (Mit-Ver­fas­ser von Stu­di­en zur kri­ti­schen Landforschung)

Eine offe­ne Dis­kus­si­on ermög­licht abschlie­ßend einen Aus­tausch zwi­schen den Vor­tra­gen­den und dem Publikum.

Orga­ni­sa­ti­on und Moderation:

Dr. Chris­ti­an Kra­jew­ski (Uni Münster)
Prof. Dr. Claus-Chris­ti­an Wie­gan­dt (Uni Bonn)

Kon­takt: christian.krajewski@uni-muenster.de, wiegandt@uni-bonn.de

Es ist kei­ne sepa­ra­te Anmel­dung nötig, son­dern die kos­ten­freie Anmel­dung zur #GeoWoche2021 reicht aus!

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