Deutscher Verband für Angewandte Geographie e.V.

Geoinformationssysteme (GIS)

GIS ste­ht für „Geoin­for­ma­tion­ssys­teme“ und wurde vor etwa 25 Jahren entwick­elt, um rech­n­ergestützt raum­be­zo­gene Dat­en zu erfassen, zu bear­beit­en, zu organ­isieren und zu analysieren.

GIS wird heute in vie­len Branchen – z.B. Verkehr, Umwelt, Touris­mus, Immo­bilien, Mar­ket­ing — in zahlre­ichen Arbeitsabläufen einge­set­zt, um ver­schieden­ste Dat­en mit dem Raum zu verbinden und kom­plexe Zusam­men­hänge darzustellen.

Mit der Grün­dung eines DVAG-Arbeit­skreis­es GIS im Ver­lauf des Jahrs 2017 möcht­en wir den Nutzen von GIS aufzeigen, das Bewusst­sein für GIS in der Geo­gra­phie schär­fen und uns zukun­fts­gerichtet auf­stellen, um das The­ma nicht Anderen zu über­lassen.

 

Arbeits­felder des Arbeit­skreis­es:

  • Ver­ständ­nis für die wis­senschaftliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rel­e­vanz von Geoin­for­ma­tio­nen weck­en.
  • Dia­log über aktuelle Fra­gen zu dig­i­tal­en Kom­pe­ten­zen und neuar­ti­gen Arbeitsweisen führen.
  • Erfahrungsaus­tausch zwis­chen Inter­essierten, Experten und Nutzern ermöglichen.
  • Net­zw­erk auf­bauen und pfle­gen, um sich am Ver­band­sleben unab­hängig von Wohnort, Fam­i­lien und Arbeitssi­t­u­a­tion beteili­gen zu kön­nen.
  • Qual­i­fika­tion und beruf­sständis­che Posi­tion von Geo­graphin­nen und Geo­graphen in Diszi­plinen wie der Geo­matik, Infor­ma­tion­stech­nolo­gie und Geo­däsie erweit­ern.

 

Akteure dieses Arbeit­skreis­es kom­men aus der Wis­senschaft, der öffentlichen Ver­wal­tung, Inge­nieur­büros, Ver­bän­den und Ini­tia­tiv­en.

 

Mailkon­takt: Ak-gis@geographie-dvag.de

Sprech­er: Johan­na Mai, Johannes Föhr, Jan Grade

 


Vergangene Veranstaltungen

 

DVAG Prax­is­fo­rum GIS „Anwen­dungs­felder von GIS in unter­schiedlichen Branchen“
23.06.2017, Jas­min Seifried

Am 23. Juni 2017 lud der neu gegrün­dete Arbeit­skreis GIS zu sein­er ersten Ver­anstal­tung nach Bonn ein. Im Rah­men dieser Ver­anstal­tung wur­den ver­schiedene Anwen­dungs­felder von GIS, Geo­dat­en und Geo­an­a­lytik einge­hend erläutert. Alice Neht über­nahm als anwe­sendes Vor­standsmit­glied des DVAG die Mod­er­a­tion und stellte sowohl den Ver­band, als auch den neuge­grün­de­ten Arbeit­skreis vor.
Prof. Dr. Klaus Greve von der Uni­ver­sität Bonn begrüßte als Gast­ge­ber die Teil­nehmer im Zen­trum für Entwick­lungs­forschung, ehe er in seinem Vor­trag zu GIS 2.0 die Entwick­lung des Geobusi­ness aus der Fach­nis­che in Rich­tung ubiq­ui­tär nutzbar­er Geoin­for­ma­tion dar­legte. Jas­min Seifried von Esri Deutsch­land erläuterte den Ein­satz von GIS in der kom­mu­nalen Prax­is mit klas­sis­chen Anwen­dungs­feldern z.B. in den Ver­mes­sungsver­wal­tun­gen, die sich mit Blick auf Geo­dat­en zunehmend auch mit Open-Gov­er­nance- Ansätzen befassen wer­den. Johannes Föhr von der EMZukun­ft GmbH stellte seinen Tätigkeitss­chw­er­punkt in der Geo-Medi­a­pla­nung vor. Der Geo­mar­ket­ing Ana­lyst verdeut­lichte anhand von Karten­beispie­len den Stel­len­wert räum­lich­er Mark­t­dat­en und präsen­tierte in ein­er Live-Demon­stra­tion die GIS-Funk­tion­al­itäten eines Online- Wer­be­pla­nungstools. Dr. Robert Rieth­müller, der in der Entwick­lungszusam­me­nar­beit tätig ist, berichtete von Stu­di­en­pro­jek­ten, die er an der Uni­ver­si­ty of Wind­huk betreute. Ergeb­nisse von Daten­er­he­bun­gen zur Wirtschaftsstruk­tur, GPS-Track­ing- Dat­en des ÖPNV sowie klein­räu­mige Zen­sus­dat­en wur­den dem­nach räum­lich dargestellt und in einem Busi­ness-Atlas veröf­fentlicht.

Im Diskus­sions­block wur­den die gesellschaftlichen Fra­gen, die sich bei Konzepten zu Smart City und Inter­net of Things stellen, beleuchtet. Die zunehmende Daten­ver­füg­barkeit und der steigende Funk­tion­sum­fang von GIS-Anwen­dun­gen kamen zur Sprache, aber auch der Wun­sch, dabei die Kon­trolle über Anwen­dung und Daten­grund­lage zu behal­ten. Es wur­den außer­dem Verän­derun­gen des Arbeit­sum­felds benan­nt, bei der kom­plexe GIS-Funk­tion­al­ität automa­tisiert in App­lika­tio­nen bere­it­gestellt wird.

In der Grün­dungssitzung des Arbeit­skreis­es im Anschluss an die öffentliche Ver­anstal­tung wur­den die drei Sprech­er des neuen Sprecherteams ein­stim­mig bestätigt: Jan Grade, Johannes Föhr und Johan­na Mai.

 

(v. l. n. r.: Alice Neht, Jas­min Seifried, Johannes Föhr, Prof. Klaus Greve, Dr. Robert Rieth­müller)