Deutscher Verband für Angewandte Geographie e.V.

Erlangen / Nürnberg

Herz­lich Will­kom­men beim DVAG-Regio­nal­fo­rum Erlan­gen-Nürn­berg!

Das Regio­nal­fo­rum Erlan­gen-Nürn­berg ver­folgt zwei Zie­le: Zum einen ist uns die Ver­net­zung von Geo­gra­phin­nen und Geo­gra­phen im Beruf wich­tig. Hier­für fin­den monat­li­che Stamm­ti­sche in der Regi­on statt. Zum ande­ren ist uns der Kon­takt zwi­schen Stu­die­ren­den der Geo­gra­phie und deren zukünf­ti­gen Arbeit­ge­bern ein Anlie­gen. Durch Pra­xis­fo­ren sol­len die Stu­die­ren­den Ein­bli­cke in Berufs­ein­stieg, Kar­rie­re­pla­nung und Pra­xis­all­tag erhal­ten und ers­te Kon­tak­te zu berufs­tä­ti­gen Geo­gra­phen knüp­fen kön­nen. Dar­über hin­aus sind der Phan­ta­sie kei­ne Gren­zen gesetzt: Exkur­sio­nen, Work­shops, Podi­ums­dis­kus­sio­nen – das Forum lebt ganz wesent­lich vom Enga­ge­ment sei­ner Teil­neh­mer …

Spre­cher des Forums sind Dr. Mar­kus Neu­feld (Jg. 1983) und Simon Rei­chen­wall­ner (Jg. 1986). Dipl.-Geogr. Mar­kus Neu­feld ist gebür­ti­ger Ost­west­fa­le, hat in Bam­berg stu­diert und war Mit­ar­bei­ter der dor­ti­gen städ­ti­schen Wirt­schafts­för­de­rung. Von 2012 bis 2018 war er wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter für Regio­nal­ent­wick­lung bei Prof. Dr. Tobi­as Chil­la, der das DVAG-Regio­nal­fo­rum aktiv unter­stützt. Seit März 2018 ist Neu­feld Pro­jekt­ma­na­ger für Wis­sens­trans­fer und regio­na­le Ver­net­zung im Rah­men des Pro­jek­tes CO-CREAPOLIS an der Hoch­schu­le Coburg.
Simon Rei­chen­wall­ner (M. A.) ist Netz­werk­ma­na­ger der Kom­pe­tenz­in­itia­ti­ve ENER­GIE­re­gi­on Nürn­berg e. V. und arbei­tet dort an einer bes­se­ren Ver­net­zung von Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Poli­tik zu Ener­gie­the­men in der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg. Aus Nie­der­bay­ern stam­mend, ist er 2007 für das Stu­di­um der Kul­tur­geo­gra­phie nach Erlan­gen gekom­men und im Juni 2013 in die Berufs­tä­tig­keit gewech­selt.


News und Kontakt

 

Immer up to date: Face­book-Sei­te des Regio­nal­fo­rums Erlan­gen-Nürn­berg

Es erwar­ten Sie aller­lei geo­gra­phi­sche News, Ver­an­stal­tungs­hin­wei­se, Stamm­tisch-Ter­mi­ne und Stel­len­an­zei­gen rund um die Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg! Wir freu­en uns über zahl­rei­che Likes!

 

Geo­gra­phen-Email-Ver­tei­ler

1 bis 2 kna­cki­ge und infor­ma­ti­ve Emails pro Monat, statt Email-Flut! Über unse­ren Mail-Ver­tei­ler berich­ten wir über anste­hen­de Ver­an­stal­tun­gen sowie High­lights aus dem Regio­nal­fo­rum Erlan­gen-Nürn­berg. Schrei­ben Sie uns ein­fach eine Email  (sie­he unten) und wir tra­gen Sie ein.

 

Vit­amin B:  Geo­gra­phen-Stamm­tisch Erlangen/Nürnberg

Eine gute Gele­gen­heit, ein wenig „Vit­amin B“ auf­zu­fri­schen und neue Kon­tak­te zu Geo­gra­phen in der Regi­on zu knüp­fen bie­tet unser regel­mä­ßi­ger Stamm­tisch für alle berufs­tä­ti­gen Geo­gra­phen, Geo­gra­phen in der Ori­en­tie­rungs­pha­se und Stu­die­ren­de, die Inter­es­se an einem unge­zwun­ge­nen Aus­tausch bei ein oder viel­leicht auch zwei Bier haben!

Jeden 2. Mitt­woch im Monat ab 19.00 Uhr; abwech­selnd in Erlan­gen und Nürn­berg

Über den nächs­ten Stamm­tisch infor­mie­ren wir auf unse­rer Face­book-Sei­te und über unse­ren Email-Ver­tei­ler.

 

Direk­ter Draht zu unse­ren Forum-Spre­chern:

Kon­takt:

Simon Rei­chen­wall­ner
ENER­GIE­re­gi­on Nürn­berg e. V.
simon.reichenwallner@energieregion.de

Dr. Mar­kus Neu­feld
Hoch­schu­le für ange­wand­te Wis­sen­schaf­ten Coburg
markus.neufeld@hs-coburg.de



Pra­xis­fo­rum Geo­gra­phie

Das Pra­xis­fo­rum fin­det jedes Semes­ter mit wech­seln­den the­ma­ti­schen Schwer­punk­ten am Insti­tut für Geo­gra­phie der Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg (FAU) statt. Orga­ni­siert wird es vom DVAG-Regio­nal­fo­rum Erlan­gen-Nürn­berg. Koope­ra­ti­ons­part­ner sind die Alum­ni­ar­beit der Frän­ki­schen Geo­gra­phi­schen Gesell­schaft sowie die Fach­schafts­in­itia­ti­ve Geo­gra­phie. Die Podi­ums­dis­kus­si­on mit berufs­tä­ti­gen Geo­gra­phen dient der Berufs­ori­en­tie­rung von Geo­gra­phie-Stu­den­ten und gewährt dabei Ein­bli­cke in Berufs­ein­stieg, Kar­rie­re­pla­nung und Pra­xis­all­tag.

Aktu­el­le Ter­mi­ne ent­neh­men Sie bit­te unse­rer Face­book-Sei­te sowie dem Ver­an­stal­tungs­ka­len­der des DVAG.


Bisherige Veranstaltungen

11. Pra­xis­fo­rum Geo­gra­phie: Immo­bi­li­en

Wo „Immo­bi­li­en“ drauf­steht, ist viel Geo­gra­phie drin

Im Rah­men des mitt­ler­wei­le 11. Pra­xis­fo­rums Geo­gra­phie, zu dem das DVAG-Regio­nal­fo­rum Erlan­gen-Nürn­berg in Koope­ra­ti­on mit der Alum­ni­ar­beit der Frän­ki­schen Geo­gra­phi­schen Gesell­schaft im Janu­ar 2018 am geo­gra­phi­schen Insti­tut der Uni­ver­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg ein­lud, berich­te­ten drei Geo­gra­phen über ihre Tätig­keit in der Immo­bi­li­en­welt. Obwohl bereits vie­le Geo­gra­phen in die­sem Bereich unter­wegs sind, wird die­sem Berufs­feld – zumin­dest in Erlan­gen – bis­lang noch wenig Auf­merk­sam­keit geschenkt. Umso span­nen­der war es einen Ein­blick von drei Exper­ten zu erhal­ten! Ein­stim­mig wie­sen sie dar­auf hin, dass bereits im Stu­di­um wich­ti­ge Metho­den­kom­pe­ten­zen erlangt wer­den müss­ten, um im Immo­bi­li­en­sek­tor erfolg­reich arbei­ten zu kön­nen. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se die empi­ri­sche Markt- und Sozi­al­for­schung, GIS-Kennt­nis­se sowie Regio­nal­ana­ly­sen.

Anna Schmiedl, M.A. Geo­gra­phie und Immo­bi­li­en­öko­nom (IREBS), hat ihr Stu­di­um an der Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg abge­schlos­sen und arbei­tet inzwi­schen seit fünf Jah­ren bei JLL. Bei dem Immo­bi­li­en­dienst­leis­ter mit deutsch­land­weit rund 1.100 Mit­ar­bei­tern, ist sie für die Bewer­tung von Gewer­be­im­mo­bi­li­en zustän­dig. Sie bestä­tigt, dass bereits im Stu­di­um ein brei­tes Wis­sen auf­ge­baut wer­den kann und ist der Mei­nung, dass Geo­gra­phen auf­grund ihrer Denk- und Arbeits­wei­se sehr schnell im Immo­bi­li­en­sek­tor Fuß fas­sen kön­nen. Letz­tes Jahr absol­vier­te sie ein berufs­be­glei­ten­des Stu­di­um zur Immo­bi­li­en­öko­no­min und konn­te so nicht nur eine wei­te­re Qua­li­fi­ka­ti­on vor­wei­sen, son­dern eben­so ihre Fach­kennt­nis­se und -kom­pe­ten­zen aus­bau­en. Unter ande­rem erhielt sie wich­ti­ge Ein­bli­cke in das Miet­recht, das pri­va­te und öffent­li­che Bau­recht, Instru­men­te der Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung und ande­re immo­bi­li­en­re­le­van­te The­men, wel­che für ihren Berufs­all­tag von gro­ßer Bedeu­tung sind. Im Lau­fe ihrer Arbeit erkann­te sie, dass vie­le rele­van­te Arbeits­be­rei­che bereits im Stu­di­um – bei­spielswie­se im Kon­text von Wirt­schafts- oder Stadt­geo­gra­phie – the­ma­ti­siert, aber nie expli­zit als „Immo­bi­li­en­wirt­schaft“ bezeich­net wur­den. Wo „Immo­bi­li­en“ drauf­steht, ist also viel Geo­gra­phie drin!

Die Vor­tei­le einer Wei­ter­bil­dung zum Immo­bi­li­en­öko­nom hebt auch Dipl.-Geogr. Rai­mund Noss her­vor. Auf­grund ver­gleichs­wei­se hoher Kos­ten sei hier jedoch eine Koope­ra­ti­on mit dem Arbeit­ge­ber rat­sam: „Vie­le Arbeit­ge­ber wer­den dazu bereit sein zumin­dest einen Teil des Betrags zu zah­len, um einen noch qua­li­fi­zier­te­ren Mit­ar­bei­ter zu erhal­ten.“ Noss stu­dier­te an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth und wähl­te dabei eine wirt­schafts­geo­gra­phi­sche Aus­rich­tung. Bereits zum Ende des Stu­di­ums beschäf­tig­te er sich ver­mehrt mit immo­bi­li­en­wirt­schaft­li­chen The­men. Mitt­ler­wei­le ist er Part­ner bei Pro­per­ty Mar­ket Ana­ly­sis, wo er bereits als Prak­ti­kant ers­te Erfah­run­gen sam­meln konn­te. In dem euro­pa­weit agie­ren­den Unter­neh­men lei­tet er das Büro in Mün­chen und beschäf­tigt sich sowohl mit dem deut­schen Büro-, als auch mit dem euro­päi­schen Immo­bi­li­en­in­vest­ment­markt. „Durch eine gute Wahl der Neben­fä­cher­wäh­rend des Stu­di­ums kann man sich spä­ter von ande­ren Kom­mi­li­to­nen und Mit­be­wer­bern abhe­ben. Für die Zukunft bringt es mehr die Fächer auf­grund der eige­nen Ver­tie­fung aus­zu­wäh­len, anstatt zu schau­en, wel­che Kur­se ein­fa­cher zu bestehen sind!“, weiß Noss zu berich­ten.

Als drit­te Refe­ren­tin auf dem Podi­um war Susan­ne Wagen­bren­ner ein­ge­la­den, die ihr Stu­di­um der Phy­si­schen Geo­gra­phie an der Uni­ver­si­tät Würz­burg abschloss. Bereits wäh­rend des Stu­di­ums ent­deck­te sie ihre Begeis­te­rung für Geo­in­for­ma­ti­ons­sys­te­me. Des­halb ver­such­te sie durch Prak­ti­ka und Hilfs­kraft-Stel­len ihre Kennt­nis­se aus­zu­wei­ten. Die­se Bemü­hun­gen zahl­ten sich aus und so ist sie nun als Geo­da­ten­bank­ma­na­ge­rin bei der Immo­welt AG in Nürn­berg tätig. Durch ihre posi­ti­ven Erfah­run­gen rät sie den Stu­die­ren­den zu einer Spe­zia­li­sie­rung im Lau­fe des Stu­di­ums. „Nur durch ein auf die eige­ne Per­son abge­stimm­tes Stu­di­um kön­nen die bes­ten Job­chan­cen gewährt wer­den. Ein Stu­di­um soll­te nicht zu all­ge­mein gehal­ten wer­den!“

Drei Geo­gra­phen stan­den beim Pra­xis­fo­rum ‚Immo­bi­li­en‘ Rede und Ant­wort (vlnr): Anna Schmiedl, Rai­mund Noss und Susan­ne Wagen­bren­ner   [Foto: Cor­ne­lia Mül­ler]

An die rund 60 Besu­cher des Pra­xis­fo­rums – u.a. auch aus Bam­berg, Bay­reuth, Nürn­berg und Würz­burg ange­reist – gaben die Refe­ren­ten die Emp­feh­lung sich bei Inter­es­se ruhig ein­mal initia­tiv bei Unter­neh­men zu bewer­ben. Dar­über hin­aus bestehe in vie­len Unter­neh­men die Mög­lich­keit ein Prak­ti­kum mit einer Abschluss­ar­beit zu kop­peln. Von einer sol­chen Zusam­men­ar­beit könn­ten bei­de Par­tei­en pro­fi­tie­ren. Und auch wenn man in der Immo­bi­li­en­bran­che durch­aus „ver­gleichs­wei­se gut“ ver­die­ne, hin­gen die Ein­stiegs­ge­häl­ter stark vom jewei­li­gen Stand­ort und der Qua­li­fi­ka­ti­on des Ein­zel­nen ab. Einig waren sich alle drei Refe­ren­ten, dass ein Mas­ter­ab­schluss sinn­voll sei, wenn die rich­ti­ge Ver­tie­fung gefun­den ist und somit wei­te­re rele­van­te Fach­kennt­nis­se für den Berufs­ein­stieg gesam­melt wer­den kön­nen.

Im Anschluss an das Pra­xis­fo­rum sorg­te die Fach­schafts­in­itia­ti­ve Geo­gra­phie mit Geträn­ken und Schnitt­chen für das leib­li­che Wohl und für die Zuhö­rer bestand die Mög­lich­keit, die Refe­ren­ten im per­sön­li­chen Gespräch bes­ser ken­nen­zu­ler­nen und sich – natür­lich – zu ver­net­zen!

Mar­tin Min­ner, DVAG-Regio­nal­fo­rum Erlan­gen-Nürn­berg

 

Stim­men zum Pra­xis­fo­rum ‚Immo­bi­li­en‘:

Dass sich Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten der Geo­gra­phie in der Immo­bi­li­en­wirt­schaft durch­aus span­nen­de Tätig­keits­fel­der und Mög­lich­kei­ten eröff­nen, war mir neu. Das Pra­xis­fo­rum hat gezeigt, dass gera­de die Brei­te der Stu­di­en­gän­ge und die vie­len mög­li­chen Ver­tie­fun­gen zu ver­schie­dens­ten Kar­rie­re­we­gen füh­ren kön­nen.“

Timon Hell­wag­ner, MA-Stu­dent

 

Das Pra­xis­fo­rum des DVAG zum The­ma Immo­bi­li­en war sehr auf­schluss­reich. Einer­seits konn­te man einen klei­nen Ein­blick in die Dif­fe­ren­ziert­heit von Cha­rak­te­ren im Immo­bi­li­en­ge­schäft gewin­nen, ande­rer­seits stamm­ten die Exper­ten aus ver­schie­de­nen Arbeits­be­rei­chen der Immo­bi­li­en­wirt­schaft, wodurch ein deut­li­che­res Bild der poten­ti­el­len Arbeits­fel­der für Geo­gra­phen geschaf­fen wer­den konn­te. Im Mas­ter­stu­di­en­gang der Kul­tur­geo­gra­phie liegt mein Schwer­punkt auf Regio­nal­for­schung und Stadt­pla­nung, wes­we­gen ein genaue­rer Ein­blick in die Immo­bi­li­en­wirt­schaft vor allem für die Zukunft von Vor­teil sein wird, da ich mich in kom­men­der Zeit häu­fi­ger mit dem Immo­bi­li­en­sek­tor aus­ein­an­der­set­zen möch­te.“

Fabi­an Feick, MA-Stu­dent

 

 


 

Work­shop zur Berufs­ori­en­tie­rung, Juni 2017

Fin­de Dei­nen Weg!

Erst­mals hat das DVAG-Regio­nal­fo­rum Erlan­gen-Nürn­berg in Koope­ra­ti­on mit der Bun­des­agen­tur für Arbeit im Juni 2017 einen Work­shop zur Berufs­ori­en­tie­rung für Stu­den­ten ange­bo­ten. Zen­tra­ler Inhalt war ein tätig­keits­ori­en­tier­tes Pro­filing für Geo­gra­phen. Dahin­ter ver­birgt sich die Fra­ge nach der beruf­li­chen Tätig­keit: Was möch­te ich spä­ter im Beruf tun? Jeden Tag – fünf Tage in der Woche? Micha­el Hüm­mer, Berufs­be­ra­ter für aka­de­mi­sche Beru­fe bei der Bun­des­agen­tur für Arbeit, half den zwölf teil­neh­men­den Stu­den­ten dabei her­aus­zu­fin­den, wel­che Tätig­keit zu ihnen passt.

Die gro­be Ein­tei­lung der Tätig­keit nach ‚ana­ly­ti­schem Arbei­ten‘ und ‚Kun­den­ar­beit‘ war mir neu“, berich­tet David Dittrich, Stu­dent am Erlan­ger Insti­tut für Geo­gra­phie. Das sei aber sehr hilf­reich, um eine ange­bo­te­ne Stel­le bes­ser ein­schät­zen zu kön­nen. Dar­um ging es dann auch im zwei­ten Teil des Work­shops, der sich mit der Kom­pa­ti­bi­li­tät von Tätig­keits­ori­en­tie­rung und mög­li­chen Berufs­bil­dern befasst hat. Anhand von Stel­len­an­zei­gen wur­de erar­bei­tet, wel­che Tätig­kei­ten sich hin­ter wel­chen For­mu­lie­run­gen ver­ber­gen.

Abschlie­ßend wur­den stra­te­gi­sche Schrit­te der Kar­rie­re­pla­nung dis­ku­tiert: Wie kom­me ich dort­hin, wo ich hin will? Dass hier ein Hin­weis auf die Ange­bo­te des DVAG nicht feh­len durf­te, ist klar. „Vom News­let­ter über das Men­to­ring-Pro­gramm bis hin zu den Arbeits­krei­sen hält der DVAG eine gan­ze Rei­he an For­ma­ten bereit, die bei der Kar­rie­re­pla­nung hilf­reich sein kön­nen. Am meis­ten pro­fi­tiert man frei­lich, wenn man sich enga­giert!“ erläu­ter­te Mar­kus Neu­feld als Spre­cher des Regio­nal­fo­rums und nutz­te die Gele­gen­heit, die Teil­neh­mer zum anschlie­ßen­den Pra­xis­fo­rum ‚Wirt­schafts­för­de­rung‘ ein­zu­la­den.

Der Work­shop hat mir sehr gut gefal­len! Er soll­te auf jeden Fall wie­der­holt wer­den – vie­len Dank für die Orga­ni­sa­ti­on!“ lau­tet das Fazit einer Teil­neh­me­rin. Für das DVAG-Regio­nal­fo­rum Erlan­gen-Nürn­berg ist dies natür­lich eine Bestä­ti­gung der Arbeit in der Regi­on – und zugleich ein Ansporn, das Ange­bot zu ver­ste­ti­gen …

DVAG-Regio­nal­fo­rum Erlan­gen-Nürn­berg

Auf­merk­sa­me Teil­neh­mer beim Work­shop zur Berufs­ori­en­tie­rung ‚Fin­de Dei­nen Weg!‘ (Foto: Mar­kus Neu­feld)


9. Pra­xis­fo­rum Umwelt, 30.1.2017


vl. Mode­ra­tor Simon Rei­chen­wall­ner, Mathi­as Pau­lus, Julia Hei­nisch, Chris­ti­an Bial­as

Mehr als Umwelt­schutz!

Die nach­hal­ti­ge Umset­zung von Umwelt­schutz­maß­nah­men und die Bewäl­ti­gung von Umwelt­pro­ble­men stel­len kom­ple­xe Her­aus­for­de­run­gen im Schnitt­stel­len­be­reich von Umwelt und Gesell­schaft dar, wel­che nur durch eine inter­dis­zi­pli­nä­re Her­an­ge­hens­wei­se gelöst wer­den kön­nen. Im Rah­men des 9. Pra­xis­fo­rums Geo­gra­phie, das am 30. Janu­ar 2017 am geo­gra­phi­schen Insti­tut der Uni­ver­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg statt­fand, dis­ku­tier­ten drei Geo­gra­phen über ihre beruf­li­che Tätig­keit im Bereich Umwelt.

Wenn oft behaup­tet wird, dass im Stu­di­um erlern­te Inhal­te eher pra­xis­fern und im Beruf nur von über­schau­ba­rem Nut­zen sind, so  ist Diplom-Geo­graph Mathi­as Pau­lus  der leben­di­ge Beweis, dass dem nicht (immer) so ist. Als Pro­jekt­lei­ter im Bereich Boden­kunde beim Inge­nieur­bü­ro Gibs geo­lo­gen + inge­nieu­re in Nürn­berg ist er für die Erhe­bung, Ver­ar­bei­tung, Bewer­tung und Doku­men­ta­ti­on von(Boden-)Daten zustän­dig – und pro­fi­tiert in hohem Maße von sei­ner phy­sisch-geo­gra­phi­schen Aus­bil­dung. Im Fokus ste­hen dabei boden­kund­li­che Betrach­tun­gen, die Kar­tie­rung von Böden, abfall­rechtliche Pro­benah­men und Bewer­tun­gen, boden­schutzrechtliche Unter­su­chun­gen (Altlastenerkun­dungen) sowie GPS gestütz­te Ver­mes­sun­gen. Klar, dass da GIS-Skills grund­le­gend sind, auch wenn man „mit GIS-Kennt­nis­sen heu­te kei­nen Arbeits­platz mehr nach­ge­schmis­sen bekommt.Man muss sich schon eine Spe­zia­li­sie­rung schaf­fen, um kon­kur­renz­fä­hig zu sein“, weiß Pau­lus zu berich­ten. Sei­nen Ein­stieg bei dem Inge­nieur-Büro hat Mathi­as Pau­lus über vor­he­ri­ge frei­be­ruf­li­che Tätig­kei­ten geschafft – und zuge­ge­be­ner­ma­ßen noch nie eine Bewer­bung geschrie­ben. Die selb­stän­di­ge Tätig­keit habe natür­lich ihren Reiz gehabt, aber man arbei­te eben auch „selbst und stän­dig“. Da sei eine Fest­an­stel­lung, die sich nach zahl­rei­chen Koope­ra­tio­nen erge­ben habe, schon auch kom­for­ta­bel. Wer eine Selb­stän­dig­keit anstre­be, für den sei auch durch­aus eine Pro­mo­ti­on rat­sam, ansons­ten genü­ge der Mas­ter-Abschluss: „Rei­ne Bache­lor-Absol­ven­ten beschäf­tig­ten wir aller­dings nicht.“

Ein poten­ti­el­ler Kun­de von Mathi­as Pau­lus ist die Stadt Nürn­berg, die beim inzwi­schen 9. Pra­xis­fo­rum durch Diplom-Geo­graph Chris­ti­an Bial­as ver­tre­ten war. Als Mit­ar­bei­ter des Umwelt­am­tes beschäf­tigt er sich ins­be­son­de­re mit der Umwelt­prü­fung im Rah­men der städ­ti­schen Bau­leitplanung. Als phy­si­scher Geo­graph hat er wäh­rend sei­nes Stu­di­ums und sei­nen spä­te­ren beruf­li­chen Tätig­kei­ten zwar „auch ein paar schö­ne Som­mer in der frän­ki­schen Pro­vinz beim Gra­ben von Boden­pro­fi­len ver­bracht“, letz­ten Endes sei­en jedoch „die im Stu­di­um ange­eig­ne­te ana­ly­ti­sche Her­an­ge­hens­wei­se und die erlern­ten GIS-Metho­den sehr hilf­reich für den der­zei­ti­gen Job“. So ist Bial­as ins­be­son­de­re für die im Bau­GB gere­gel­te Durch­füh­rung der Umwelt­prü­fung sowie die Erstel­lung des dazu­ge­hö­ri­gen Umwelt­be­richts ver­ant­wort­lich. Zen­tral sei dabei die Koor­di­na­ti­on des Abstim­mungs­pro­zes­ses zwi­schen Mit­ar­bei­tern der Stadt und exter­nen Prü­fern, um eine umfas­sen­de Berück­sich­ti­gung aller Aspek­te für die Umwelt­prü­fung zu gewähr­leis­ten. Ganz kon­kret wird Bial­as bei­spiels­wei­se bei der geplan­ten Ansied­lung eines Möbel­hau­ses aktiv. Dies sei eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be, dient der Umwelt­be­richt doch dem Stadt­rat als Ent­schei­dungs­grund­la­ge für das jewei­li­ge Bau­vor­ha­ben. Lan­ge­wei­le kom­me da nicht auf: „Jedes Pro­jekt ist anders!“

Julia Hei­nisch ist als Mas­ter of Arts der Kul­tur­geo­gra­phie fast schon eine Exo­tin auf dem Podi­um. Sie ist Cor­po­ra­te Sustai­na­bi­li­ty Mana­ger EMEA bei der Arthrex GmbH, einem welt­weit führen­den Unter­neh­men im Bereich Ortho­pä­die, Arthro­sko­pie, Sport­me­di­zin und Ortho­biologie. Was das mit Umwelt zu tun hat? Hei­nisch ist für den Auf­bau und die Wei­ter­ent­wick­lung von Qua­li­täts- und Umwelt­ma­nage­ment­sys­te­men nach DIN EN ISO 9001 bzw. 14001 zustän­dig. „Kon­kret geht es dar­um ver­schie­dens­te Pro­zes­se im Unter­neh­men unter Umwelt- und Qua­li­täts­as­pek­ten unter die Lupe zu neh­men und dar­aus dann Ver­bes­se­run­gen abzu­lei­ten, die zum Bei­spiel zur Ver­mei­dung von Müll oder zu mehr Ener­gie­ef­fi­zi­enz bei­tra­gen“, erläu­tert Hei­nisch. Aus dem Geo­gra­phie­stu­di­um stammt ihr gro­ßes Inter­es­se für Nach­hal­tig­keit. Bei der Job­su­che hat sie sich ent­spre­chend fokus­siert und als sie den räum­li­chen Radi­us etwas aus­ge­wei­tet hat, war schnell der Berufs­ein­stieg geglückt. Mit eini­gen Fort­bil­dun­gen im Gepäck ist sie nun inter­na­tio­nal unter­wegs. Ihre Rei­se­freu­dig­keit und das Inter­es­se an ande­ren Kul­tu­ren kom­men ihr dabei durch­aus zu Gute: „Die Exkur­sio­nen wäh­rend des Stu­di­ums waren da gar kei­ne schlech­te Vor­be­rei­tung“, weiß Hei­nisch zu berich­ten. Und auch wenn Qua­li­täts­ma­nage­ment manch­mal ein müh­sa­mes Geschäft sei, weil alle Pro­zes­se genau unter die Lupe genom­men wür­den, zieht sie genau dar­aus auch ihre Moti­va­ti­on: „Wenn ich sehe, dass auch alt­ein­ge­ses­se­ne und erfah­re­ne Nie­der­las­sungs­lei­ter mei­ne Emp­feh­lun­gen umset­zen, um Res­sour­cen noch effi­zi­en­ter ein­zu­set­zen, dann freue ich mich beson­ders und habe das Gefühl wirk­lich etwas Sinn­vol­les zu tun!“ Und so weit weg von den bei­den ande­ren Podi­ums­gäs­ten ist sie dann doch nicht: „Natür­lich machen auch wir uns genau Gedan­ken dar­über, wel­che Abfäl­le wir wie und wo ent­sor­gen.“

Deut­lich wur­de an die­sem Abend, dass die Tätig­keit im Berufs­feld ‚Umwelt‘ weit mehr ist als rei­ner Umwelt­schutz – auch wenn am Ende vie­le Bau­stei­ne dazu bei­tra­gen: von der Alt­las­ten­er­kun­dung über die Umwelt­prü­fung bis hin zum Umwelt­ma­nage­ment gibt es für Geo­gra­phen eine Men­ge zu tun! Die zahl­rei­chen Besu­cher des Pra­xis­fo­rums hono­rier­ten die Offen­heit der Refe­ren­ten und nutz­ten im Anschluss die Gele­gen­heit zum per­sön­li­chen Gespräch.

 Stim­men zum Pra­xis­fo­rum ‚Umwelt‘

Es war erfri­schend zu sehen, dass die Kli­schees des klas­si­schen Umwelt­schüt­zers nicht mehr tau­gen, son­dern auch in der frei­en Wirt­schaft lukra­ti­ve Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten für Geo­gra­phen vor­han­den sind, die sich ger­ne im Umwelt­be­reich enga­gie­ren. Umwelt­ma­nage­ment hat­te ich dabei noch gar nicht auf dem Schirm!“

Ali­cia, BA-Stu­den­tin

Für mich war es inter­es­sant, dass die Übun­gen aus dem Gelän­de­prak­ti­kum wirk­lich auch rele­vant für die spä­te­re beruf­li­che Tätig­keit sein kön­nen und der Umgang mit dem Pürck­hau­er eben nicht nur eine Pflicht­übung im Stu­di­um ist. Beson­ders die Arbei­ten im Bereich der Alt­las­ten­un­ter­su­chun­gen fin­de ich inter­es­sant. Ich fand gut, dass die Refe­ren­ten so offen und ehr­lich über ihre Arbeit und auch ihren Job­ein­stieg berich­tet haben.“

Han­nes, BSc-Stu­dent