Call for Papers:
Zukunft: Raumwissenschaftliche Perspektiven auf künftige Entwicklungen
Themenheft:
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Moderator*innen:
Hinweise:
Einleitend ist jeweils zu erläutern, worin der Bezug eines Fachartikels bzw. eines Praxisbeitrags zum übergeordneten Thema „Zukunft: Auf dem Weg zu einer raumwissenschaftlichen Zukunfts-Praxis“ besteht. Voraussetzung für das Einreichen eines Fachartikel-Manuskriptes ist, dass der Beitrag noch nicht publiziert oder an anderer Stelle zur Publikation eingereicht wurde sowie dass alle Ko-Autor*innen sowie die Institution, an der die Arbeit entstanden ist, der Publikation – implizit oder explizit – zustimmen. Praxisbeiträge sind angemessen mit mindestens zwei Abbildungen (Fotos präferiert sowie Grafiken und Karten) zu illustrieren. Für Rückfragen (z. B. zur Eignung bestimmter Themen für das Themenheft oder bereits voraussehbare Abweichungen vom Zeitplan) steht das Moderationsteam jederzeit zur Verfügung. Auch Infos, (Weiter-)Bildungsangebote und Buchempfehlungen sowie Vorschläge für ein Interview und für die STANDPUNKTE sind jederzeit willkommen und können gerne eingereicht werden
Konzept
Die Zukunft bietet enorme Chancen – für neues Denken, kreative Lösungen und gemeinsames Handeln. Globale Herausforderungen wie die Klimakrise oder der Umgang mit neuen Technologien machen deutlich, dass Veränderung nicht nur nötig, sondern auch möglich ist. Politisches Handeln ist gefragt, um Orientierung zu geben, Vertrauen zu schaffen und unsere Zukunft aktiv zu gestalten. Das beharrliche, oft nostalgisch verklärende Festhalten an einer vertrauten Vergangenheit mit inzwischen überkommenen Technologien verhindert Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft – nicht zuletzt, weil es durch wirtschaftliche und machtpolitische Interessen untermauert wird, die den Wandel zugunsten etablierter Strukturen verzögern. Populismus mehrt die Ängste vieler Menschen und lähmt die so dringend benötigten Transformationen zu nachhaltigen und klimagerechten Lebens- und Wirtschaftsweisen. Die Gestaltung der erforderlichen Transformationen erfordert Neugier, Mut und die Zuversicht, dass eine menschenwürdige Zukunft für alle Menschen im Rahmen ökologischer Grenzen möglich ist.
Die angewandte Geographie als gestaltende, prospektive und zukunftsweisende Raumwissenschaft ist aufgerufen, sich aktiv an der Entwicklung und Realisierung möglicher räumlicher Zukünfte zu beteiligen. Es gilt, die „Zukunftsmüdigkeit“ der Menschen durch geeignete Beteiligungsformate in der raumbezogenen Planung zu überwinden und damit die Transformation in den unterschiedlichen Handlungsfeldern zu begleiten, zu moderieren und umzusetzen. Tragfähige Zukunftsentwürfe sind u.a. für wirtschaftliche Transformation, Zukunft des Wohnens und Arbeitens, soziale Teilhabe in Stadt und Region, Energiewende, Mobilitätswende, Ernährungs- und Agrarwende, Schutz der Biodiversität und Anpassung an den Klimawandel erforderlich. Sie müssen und können auf den unterschiedlichen räumlichen Planungsebenen vor dem Hintergrund demographischer Herausforderungen mit geeigneten Instrumenten der Zukunftsgestaltung umgesetzt werden.
Beiträge zum Themenheft Zukunft können sich u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen:
- Welche Megatrends, Zukunftstechnologien, Zukunftsprojektionen oder Visionen könnten die Entwicklung räumlicher Zukünfte beeinflussen?
- Welche unterschiedlichen räumlichen Zukünfte lassen sich u.a. für Städte, Innenstädte, Gewerbegebiete, den ländlichen Raum, den Tourismus und weitere relevante Themenfelder auf Basis derzeitiger Entwicklungen und Erkenntnisse aufzeigen?
- Mit welchen Methoden und Instrumenten (z. B. Szenarien, Trendanalysen, Foresight, Visual Futures, Gamification/Planspiele, Storytelling) können raumwissenschaftliche Szenarien und Prognosen für mögliche Zukünfte entwickelt werden?
- Mit welchen planerischen und gestalterischen Mitteln lassen sich räumliche Zukünfte so sichtbar und erlebbar machen, dass sie Akzeptanz finden und praktisch umgesetzt werden können?
- Welche Lösungsansätze aus der Planungspraxis stehen bereits jetzt zur Verfügung, um die Herausforderungen in den wichtigen Themenfeldern der Zukunft zu meistern?
- Wie können unterschiedliche Akteursgruppen (Politik, Verwaltung, Planende, Bevölkerung, Wirtschaft) für eine aktive Beteiligung bei der Gestaltung räumlicher Zukünfte motiviert werden?
Wissenschaftliche Fachbeiträge
Wissenschaftliche Fachbeiträge durchlaufen ein anonymes Review-Verfahren. Sie sollten in deutscher Sprache verfasst sein und ohne das Literaturverzeichnis eine Länge von 18.000 bis maximal 22.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) haben. Weitere Hinweise für Autor*innen finden Sie hier.
Berichte aus der Praxis
Da sich der STANDORT insbesondere auch an angewandt arbeitende Geographinnen und Geographen richtet, sind Berichte von Praktikerinnen und Praktikern zu Zukunftsthemen ebenfalls ausdrücklich erwünscht. Sie sollten in deutscher Sprache verfasst sein und eine Länge von 9.000 bis maximal 15.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) haben.
